Nachdem der Deutsche Bundestag und der Bundesrat am 29.06.2020 das Zweite Corona-Steuergesetz beschlossen haben, hat der Bundespräsident das Gesetz unterzeichnet. Am 30.06.2020 wurde es im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Mit dem Gesetz werden die steuerlichen Maßnahmen des ersten Corona-Steuerhilfegesetz, das am 29.06.2020 im Gesetzblatt veröffentlicht wurde, ergänzt.

Auf Drängen des BGA und weiterer Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft konnten folgende Maßnahmen für die Verbesserung der Liquidität in den Unternehmen und zur Stärkung von Investitionen durch Unternehmen erreicht werden:

  • Erweiterung des steuerlichen Verlustrücktrags
  • Befristete Wiedereinführung einer degressiven Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter
  • Verschiebung der Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer
  • Fristverlängerungen für Reinvestitionen und für die Verwendung von Investitionsabzugsbeträgen
  • Anhebung des Ermäßigungsfaktors bei Einkünften aus Gewerbebetrieben und Erhöhung des Freibetrags für die Hinzurechungstatbestände bei der Gewerbesteuer,
  • Erhöhung der maximalen Bemessungsgrundlage der Forschungszulage.

Mit dem Gesetz tritt auch wie von der Großen Koalition vorgesehen, die Senkung des allgemeinen und ermäßigten Umsatzsteuersatzes befristet für den Zeitraum vom 01.07.2020 bis einschließlich 31.12.2020 in Kraft.

Die vom BGA vorgeschlagene Vereinfachung für den B2B-Sektor wurde gesetzlich nicht aufgegriffen. Aufgegriffen wurde dagegen der Vorschlag einer Nichtbeanstandungsregelung, allerdings nur befristet für den Zeitraum vom 01.07.2020 bis einschließlich 31.07.2020 für den Fall eines zu hohen Steuerausweises in der Unternehmerkette.