Aus dem Mitgliederkreis haben wir in den vergangenen Wochen eine erhöhte Sensibilität von chinesischen Importeuren und des dortigen Einzelhandels hinsichtlich einer Einschleppung von Corona-Viren über die Importwaren zu spüren bekommen.

Am 21.01.2021 veröffentlichte die National Health Commission eine technische Anleitung, die nach dem Inverkehrbringen tätige Unternehmen, d.h. Unternehmen, die an der Verarbeitung, Verladung, Transport, Lagerung und Verkauf von importierten Waren beteiligt sind, verpflichtet oder diesen zumindest dringend empfiehlt, von ihren Lieferanten ein Testzertifikat für COVID 19, ein Desinfektionsbescheinigung bzw. andere Hygienedokumente zu verlangen.

Es bleibt unklar, welche Dokumente konkret erforderlich sein könnten. Letzteres erhöht die Gefahr willkürlicher Anforderungen in den einzelnen Häfen.

Diese Leitlinie betrifft alle importierten Waren. Es ist auch unklar, wie die Maßnahme umgesetzt wird, ob direkt am Hafen durch den Zoll oder durch nachgelagerte Marktteilnehmer.

Die Prüfung von Produkten, die sich bereits auf dem Markt befinden, wäre komplizierter als ein ggfs. kostenloser COVID-19 Test am Hafen für einen ganzen Container, was aber auch schon ein Handelshemmnis darstellen würde.

Wir bitten daher unsere Mitgliedsunternehmen, die Änderungen bei den Einfuhrprozessen in China feststellen, uns entsprechend zu unterrichten.