Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat in einem Schreiben vom 16.07.2020 zu der aus der Praxis vorgebrachten Frage zur Bestimmung des Zeitpunkts der Lieferung für Zwecke des Vorsteuerabzugs klargestellt, dass für Zwecke der Einfuhrumsatzsteuer der Zeitpunkt der Lieferung nach der umsatzsteuerlichen Ortsbestimmung zu ermitteln ist und dies auch beim Reihengeschäft gelte.

Die der Lieferung zu Grunde gelegten Lieferklauseln (z.B. INCOTERM®) seien insoweit als zivilrechtliche Verpflichtungen unbeachtlich.

Der Umsatz-Steuer-Anwendungserlass wird in Abschnitt 15.8 entsprechend geändert. Die Regelungen des BMF-Schreibens sind in allen noch offenen Fällen anzuwenden.

Weiterhin wird klargestellt, dass in den Fällen des § 3 Abs. 8 UStG der Abzug der Einfuhrumsatzsteuer nur dem Lieferer zuseht, wenn er den Gegenstand zur eigenen Verfügung im Inland zur Überlassung zum zoll- und steuerrechtlich freien Verkehr abfertigt und danach an seinen Abnehmer liefert.