Bis zum 01.01.2024 müssen ausländische Unternehmen, die mit der Regierung im Königreich Verträge abschließen wollen, einen „regionalen Sitz“ im Land einrichten. Kommt ein Unternehmen dieser Verpflichtung nicht fristgerecht nach, können keine Verträge mehr mit staatlichen Institutionen, Behörden oder Fonds abgeschlossen werden.

Laut saudi-arabischem Investitionsministerium bedeutet „regionaler Sitz“, dass alle leitenden Mitarbeiter eines Unternehmens in Saudi-Arabien angesiedelt seien müssen. Als mögliche Orte für einen solchen Sitz kommen nur Riad, Dammam und Dschidda in Frage. Das Investitionsministerium muss zudem die Ansiedlung eines ausländischen Unternehmens im Vorfeld offiziell genehmigen.

Mit dieser Verpflichtung zur Errichtung eines „regionalen Sitzes“ im Land möchte die saudi-arabische Regierung verhindern, dass Unternehmen – wie bisher – den saudischen Markt hauptsächlich von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) oder Katar aus bedienen und zudem neue Arbeitsplätze im Land schaffen.