Am 31.07.2020 haben die Teilnehmer der Mehrparteien-Interims-Berufungsvereinbarung (MPIA) der WTO die zehn Schiedsrichter benannt, die in Zukunft Berufungen gegen WTO-Panelberichte im Rahmen des MPIA verhandeln werden.

Dies war der letzte Schritt, um das MPIA für Streitigkeiten zwischen den teilnehmenden Staaten einsatzbereit zu machen.

Das MPIA ist seit dem 30.04.2020 in Kraft. Bis zum heutigen Tag nehmen die EU und 22 weitere WTO-Mitglieder an dieser Vereinbarung mit der WTO teil, die ihnen ein funktionierendes und unabhängiges zweistufiges Streitbeilegungssystem bei Streitigkeiten zwischen ihnen bietet.

Es wird so lange gelten, bis das derzeit von den USA lahmgelegte Berufungsgremium der WTO wieder funktionsfähig ist.

Es bleibt jedoch weiterhin die Priorität der EU, eine Lösung zu finden, die Teil einer umfassenderen Reform der WTO wird.