Aus dem Mitgliederkreis wurden wir auf die Konsequenzen eines geplanten generellen PFAS-Verbots hingewiesen. Dies war auch eines von vielen Gesprächsthemen beim Mitgliedertreffen im Rahmen des After Trade Clubs (ATC) am 03.08.2023 in der Spoerl Fabrik in Düsseldorf.  

Am 07.02.2023 hat die Europäische Chemiemittelagentur (ECHA) einen Vorschlag für das Verbot der Herstellung, der Verwendung und des Inverkehrbringens (einschließlich der Einfuhr) von mindestens 10.000 Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) veröffentlicht. PFAS ist die Abkürzung für „Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen“, die als Ewigkeitschemikalien bezeichnet werden. Die Fluorchemikalien sind ausschließlich menschengemacht. Dazu gehören mehr als 10.000 Substanzen, die herausragende technische Eigenschaften besitzen:

Sie sind wasser-, schmutz- und/oder fettabweisend und damit seit Langem bewährte Industriechemikalien.

Fluorpolymere, die von dem Verbot gleichfalls erfasst werden sollen, aber als gesundheitlich unbedenklich bewertet werden, haben eine enorme Bedeutung für das Funktionieren moderner Industriegesellschaften. In zahlreichen Anwendungen sind sie essenziell, etwa für die Herstellung grünen Wasserstoffs. Sie werden eingesetzt von der Automobil-, Energie- und Halbleiterindustrie bis hin zur Lebensmittelindustrie, Medizintechnik undTextilindustrie (Beschichtungen von Kleidung).

Ein generelles Verbot von PFAS bedroht die Existenz verschiedener Unternehmen und hätte tiefgreifende Konsequenzen für die Wirtschaft. Gefordert wird von den betroffenen Unternehmen damit eine differenzierte Auseinandersetzung mit den einzelnen Chemikaliengruppen und somit individuelle Behandlung hinsichtlich etwaiger Beschränkungen und Verbote. Industrieverbände wie z.B. der BDI haben das Thema inzwischen aufgegriffen.

Betroffene Außenhändler sind eingeladen, sich diesbezüglich an die AHV NRW Geschäftsstelle zu wenden.