Am 18.03.2024 fand im Industrie-Club Düsseldorf die diesjährige Mitgliederversammlung vom Außenhandelsverband Nordrhein-Westfalen (AHV NRW e. V.) statt. Traditionell gibt es im Anschluss einen Gastvortrag, zu dem weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft geladen sind. Für uns Außenhändler ist ein funktionierender Binnenmarkt Voraussetzung, um mit Kun­den und Lieferanten weltweit ins Geschäft zu kommen. Einschränkungen des Binnenmark­tes müssen vermieden werden, Bürokra­tieabbau und Harmonisierung technischer Standards sollten vorangetrieben werden. Seit ihrer Gründung ist die EU ein Garant für Frieden und Wohlstand. Nordrhein-Westfalen profitiert hiervon in besonderem Maße.

Die aus Brüssel kommende Regulatorik, sei es in Form von Verordnungen oder Richtli­nien, erschwert jedoch zunehmend die wirt­schaftliche Entwicklung Europas und schadet der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Wie können die wirtschaftlichen Interessen von NRW im Zusammenspiel mit der Politik in Brüssel gestärkt werden? In seinem Impulsvortrag skizzierte Herr Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, die aktuellen Herausforderungen für die NRW-Wirtschaft. Der über Jahrzehnte erwirtschaftete Wohlstand lässt sich nur in einem europäischen Kontext sichern. Eine der größten Schwierigkeiten ist es, die Ökonomie mit der Ökologie in Einklang zu bringen. Wenn dies gelingt, hat Europa und somit auch NRW einen Wettbewerbsvorteil durch den Export weltweit gefragter neuer Technologien. NRW will Industrieregion bleiben. In der sich anschließenden Diskussionsrunde, an der, neben dem Minister, Herr Brügge, Kreisdirektor vom Rhein-Kreis Neuss und Herr Erbslöh, Geschäftsführer der C.H. Erbslöh GmbH & Co. KG teilnahmen, wurde deutlich, dass die nächste EU-Kommission die Wettbewerbsfähigkeit Europas in den Fokus ihres Handelns stellen muss. Hierzu gehört insbesondere der Abbau von Bürokratie, das Zusammenstreichen von Dokumentations- und Berichtspflichten, die sich aus mehreren Rechtsakten ergeben und sich inhaltlich sehr ähneln. Dem Unternehmertum muss wieder Vertrauen entgegengebracht werden. Mehr miteinander, als übereinander Reden wäre schon ein großer Fortschritt. Für die Umsetzung des Green Deal mit seinen vielen Rechtsbestimmungen ist ein geeigneter regulativer Rahmen erforderlich.

Beim anschließendem Get-Together konnten viele Aspekte der Diskussion weiter vertieft werden.

Ausgesprochen wohl gefühlt haben sich auch die Vertreterinnen und Vertreter neuer Mitgliedsunternehmen, die erstmals an einer Mitgliederversammlung teilgenommen haben. Die Agenda dieser Mitgliederversammlung war geprägt durch die vier Säulen der Verbandsarbeit vom Außenhandelsverband Nordrhein-Westfalen (AHV NRW e. V.), welche sich durch das branchenübergreifende Unternehmensnetzwerk, die Interessenvertretung, die Nachwuchsförderung und über den Know-how Transfer zu Außenhandelsthemen definieren.

Eine ausführliche Fotoreportage finden Sie hier