Der Kreditversicherer Atradius vergleicht anlässlich der Fußball-Europameisterschaft  ausgesuchte Wirtschaftsbranchen der Teilnehmerländer. An diesem Donnerstag treffen die Nationalmannschaften Deutschlands und Polens im Pariser „Stade de France“ aufeinander.

Würden die Baubranchen der beiden Länder gegeneinander antreten, stünde der Sieger schon jetzt fest: Deutschland. Die Kreditrisikolage und die Geschäftsperformance werden von den Atradius-Experten derzeit deutlich besser bewertet als beim polnischen Nachbarn.

Vier Bälle und das Prädikat „gut“ für die deutsche Bauindustrie, nur zwei Bälle („schlecht“) für die von Polen: Liest man die neue Atradius-Publikation „Vergleich Baubranche Deutschland gegen Polen“ als Match-Prognose für Donnerstagabend, 16. Juni, steht ein unterhaltsames Länderspiel mit vielen Toren bevor. Zur EM hat der weltweit agierende Kreditversicherer insgesamt 14 Branchenvergleiche veröffentlicht – basierend auf den aktuellsten Einschätzungen der Risiko- und Wirtschaftsexperten von Atradius und in fußballtypischer Aufmachung.

Deutschlands Baubranche profitiert vom Wohnungsbau
Dass die deutsche die polnische Baubranche mit 4:2 besiegt, basiert auf der Einschätzung der Geschäftsperformance und der Kreditrisikolage durch die jeweiligen Länder-Experten von Atradius. Der „Team-Performance Check“ zeigt: Nach der Krise zur Jahrtausendwende ist die deutsche Bauindustrie aktuell auf dem Weg zu einer sehr guten Form. Sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr werden voraussichtlich 5,1 % beziehungsweise 4 % Wertschöpfungswachstum erreicht. Im polnischen Bausektor hingegen brach nach der Fußball-EM 2012 im eigenen Land die Auftragslage ein. Die Insolvenzen in der Branche nahmen noch im selben Jahr um 50 % zu, auch 2013 blieben sie hoch. Seit 2014 erholt sich der Sektor langsam wieder.

„Deutschlands Bauunternehmen können Schwächen wie den begrenzten Zugang zu internationalen Kapitalmärkten und  geringer Eigenkapitalquoten derzeit gut kompensieren durch eine geringe Verschuldung, ein hohes Innovations- und Spezialisierungsniveau sowie steigende Nachfrage mit stabilen Margen. Eine Schlüsselrolle spielt im Moment der Wohnungsbau mit einem erwarteten Umsatzplus von 5 % in diesem Jahr. Problematisch bleiben Aufträge aus dem öffentlichen Sektor, wo die Zahlungsmoral weiter schlecht ist“, sagt Andreas Tesch, Chief Market Officer von Atradius. „In Polen ist die Wirtschaftsleistung derzeit zwar auch stabil und das Investitionsklima insgesamt positiv – nicht zuletzt durch EU-Mittel zur Verbesserung der Infrastruktur. Allerdings sind bei unserem Nachbarn viele Bauunternehmen hoch verschuldet gegenüber Lieferanten, und Banken vergeben seit 2012 nur noch restriktiv Kredite an Baufirmen. Dass polnische Bauunternehmer bei öffentlichen Ausschreibungen häufig Niedrigstpreise akzeptieren und die Kosten an Subunternehmer weitergeben, belastet den Sektor zusätzlich.“

Deutsche Baufirmen auch in der „Fair Play“-Wertung vorne
Auch in der „Atradius Fair Play Tabelle“ schneidet Deutschland mit einer „Grünen Karte“ bei der Zahlungsmoral und den Insolvenzen besser ab als Polen („Gelbe Karte“). Zahlungen gehen im deutschen Bausektor aktuell nach durchschnittlich 45-50 Tagen ein. Die Zahlungsverzugsfälle hierzulande gingen 2015 weiter zurück. Auch die Insolvenzzahlen im deutschen Bausektor werden 2016 voraussichtlich ein weiteres Mal sinken – bleiben aber weiterhin höher als in anderen Branchen. Im polnischen Bausektor gehen Zahlungen durchschnittlich erst nach 75 Tagen ein. Besonders in den vergangenen zwei Jahren hat sich das Zahlungsverhalten verschlechtert. Durch Verzögerungen von Zahlungen geben polnische Bauunternehmer Kosten an Subunternehmer weiter, oft liegt der Zahlungsverzug bei mehr als 30 Tagen. Die Zahl der Insolvenzen in der polnischen Bauwirtschaft wird voraussichtlich auch 2016 hoch bleiben.

Für das Fußballspiel am 16. Juni 2016 sieht Andreas Tesch ebenfalls das Team aus Deutschland vorne und prognostiziert: „Deutschland gewinnt mit 3:1.“
Den Branchenvergleich „Bauindustrie Deutschland gegen Polen“ finden Sie im Anhang sowie auf unserer Website unter www.atradius.de.

Über Atradius
Die Atradius Gruppe bietet weltweit Kreditversicherung, Bürgschaften und Inkassodienste an. Mit mehr als 160 Büros in 50 Ländern hat Atradius Zugang zu Bonitätsinformationen von 200 Millionen Firmen weltweit. Das Produktangebot hilft Unternehmen auf der ganzen Welt, sich vor Forderungsausfäl¬len zu schützen, wenn Kunden gelieferte Waren oder erbrachte Dienstleistungen nicht bezahlen können. Atradius ist Teil der Grupo Catalana Occidente (GCO.MC), die in Spanien zu den größten Versicherern und weltweit zu den größten Kreditversicherern gehört. www.atradius.de.

Quelle: Pressemitteilung vom 14.06.2016


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Astrid Goldberg                                       Stefan Deimer
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