Der Interministerielle Ausschuss für Exportkreditgarantien (IMA) hat in seiner September-Sitzung die Deckungspolitik für weitere Länder Subsahara-Afrikas geöffnet.

Ab sofort können auch in Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) und Ruanda Kreditgeschäfte mit dem öffentlichen Sektor mit Hermesdeckungen abgesichert werden. Geschäfte zu kurzfristigen Zahlungsbedingungen konnten bereits in der Vergangenheit eine Bundesdeckung erhalten.

Mit der Öffnung der Deckungsmöglichkeiten für Côte d’Ivoire und Ruanda setzt die Bundesregierung eine Entwicklung fort, die 2014 ihren Anfang nahm. In den vergangenen zwei Jahren hat der Bund die Deckungsmöglichkeiten für Äthiopien, Ghana, Mosambik, Nigeria, Senegal, Tansania, Uganda und Togo erweitert und der deutschen Wirtschaft so die Möglichkeit gegeben, auch in diesen Ländern Kreditgeschäfte im öffentlichen Sektor mit Bundesdeckungen abzusichern – vorausgesetzt es liegen entsprechende Sicherheiten des Finanzministeriums oder der Zentralbank vor.

Zudem gilt ein erhöhter Selbstbehalt von 10 %. Für die Absicherung von Geschäften zu mittel- und langfristigen Zahlungsbedingungen an den öffentlichen Sektor in Ruanda sind zudem projektbezogene Maßnahmen zur Risikominderung erforderlich. Dazu zählen zum Beispiel Schuldendienstreserven, die Einbindung von Dritten in die Zahlungsverpflichtung oder aber die Hinterlegung dinglicher Sicherheiten.

Diese erhöhten Sicherheitsanforderungen sind Teil eines verantwortungsvollen Risikomanagements. Sie tragen dazu bei, dass die erhöhten Risiken nicht einseitig zu Lasten des Bundes gehen, sondern auf alle Beteiligte verteilt werden.

Ausführliche Informationen zu den Deckungsmöglichkeiten und -voraussetzungen für die Staaten Afrikas finden Sie unter www.agaportal.de, Rubrik "Länderbeschlüsse".

 

Quelle:

Exportkreditgarantien des Bundes

Hermesdeckungen

AGA-Report Nr. 271

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