Die Europäische Union und sechs Länder der Southern African Development Community (SADC) haben im Juni 2016 ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen unterzeichnet. Das Abkommen bildet nun die Basis für einen freien Zugang der sechs Länder zum EU-Markt.

Botswana, Lesotho, Mosambik, Namibia, Südafrika und Swasiland werden einen zoll- und quotenfreien Zugang zum EU-Markt erhalten.

Südafrika wird von einem verbesserten Marktzugang profitieren, der über die bestehenden Präferenzbestimmungen des Abkommen über Handel, Entwicklung und Zusammenarbeit (TDCA) der EU und Südafrikas hinausgeht. Dazu zählen bessere Handelsbedingungen für Wein, Zucker, Fischereierzeugnisse, Blumen und Obstkonserven.

Im Gegenzug erhält die EU besseren Zugang zum Markt der südafrikanischen Zollunion. Dies gilt insbesondere für Weizen, Gerste, Käse, Fleischprodukte und Butter.

Das Abkommen hat auch eine entwicklungspolitische Dimension. Es ermöglicht den sechs Ländern, unter anderem von einer asymmetrischen Marktöffnung Gebrauch zu machen. So können empfindliche Produkte aus diesen Ländern vor einer vollständigen Liberalisierung geschützt werden.

Im Anschluss an die Unterzeichnung des Abkommens, muss das Europäische Parlament nun dem Abkommen zustimmen und die 28 EU-Mitgliedstaaten müssen es ratifizieren.

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Anna Peter
Beraterin Entwicklungszusammenarbeit / EZ-Scout (entsandt durch das BMZ)

Abteilung Außenwirtschaft
Subsahara-Afrika

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Quelle:

BGA-Wochennachrichten "Direkt aus Berlin", Nr. 26 vom 08.07.16

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