Laut den jüngst veröffentlichten Zahlen der Europäischen Kommission haben die Zollbehörden im Jahr 2016 mehr als 41 Millionen nachgeahmte und gefälschte Waren in einem Gesamtwert von über 670 Millionen EUR an den EU-Außengrenzen beschlagnahmt.

Produkte des täglichen Gebrauchs, die eine Gefahr für Gesundheit und Sicherheit darstellen könnten, etwa Lebensmittel und Getränke, Arzneimittel, Spielzeug und elektrische Haushaltsgeräte, machten zusammen über ein Drittel der beschlagnahmten Waren aus.

Auch diesmal war China mit 80 % aller 2016 beschlagnahmten Waren das Hauptursprungsland nachgeahmter Waren. Aus Vietnam und Pakistan kamen erhebliche Mengen an Zigaretten, wohingegen Singapur das Hauptursprungsland für nachgeahmte alkoholische Getränke war.

Bei Fälschungen von Bekleidungszubehör war die Islamische Republik Iran Spitzenreiter.

Gefälschte Mobiltelefone kamen in erster Linie aus Hongkong, während die Liste der Arzneimittelfälschungen von Indien angeführt wird.

In mehr als 90 % der Fälle wurden die sichergestellten Waren vernichtet oder es wurden Gerichtsverfahren eingeleitet, um eine Rechtsverletzung festzustellen oder strafrechtliche Sanktionen zu verhängen. Seit dem Jahr 2000 veröffentlicht die Europäische Kommission jährlich einen bericht über Zollmaßnahmen zur Durchsetzung  der Rechte des geistigen Eigentums. 

Der Bericht ist hier einsehbar

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