Der Rat der Europäischen Union hat am 08.11.19 den notwendigen, letzten Schritt getan, um die Anwendung des vor einem Jahr unterzeichneten Freihandelsabkommens EU-Singapur ab Donnerstag, dem 21.11.19, zu ermöglichen.
Weitere Informationen zum Abkommen finden Sie unter: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/MEMO_18_3327

Das Freihandelsabkommen wird die Zölle auf beiden Seiten senken: Singapur wird alle verbleibenden Zölle auf bestimmte EU-Erzeugnisse (wie alkoholische Getränke) abschaffen und den derzeitigen zollfreien Zugang für alle anderen EU-Erzeugnisse unverändert lassen, während die EU ihren Markt für über 80 % aller Einfuhren aus Singapur zollfrei öffnen und alle anderen Zölle innerhalb weniger Jahre abschaffen wird.
Darüber hinaus werden technische und nichttarifäre Handelshemmnisse in Bereichen wie Elektronik, Kraftfahrzeuge und Fahrzeugteile, Arzneimittel und Medizinprodukte, erneuerbare Energien sowie Roh- und Verarbeitungserzeugnisse tierischen und pflanzlichen Ursprungs beseitigt.

Weitere Kernpunkte des Abkommens, die zur Erleichterung des Handels beitragen werden:

  • Verstärkte zollbehördliche Zusammenarbeit.
  • Die Anerkennung von Ursprungsregeln und den Schutz der Rechte an geistigem Eigentum.
  • Die Öffnung der Dienstleistungs- und Investitionsmärkte in den Bereichen Telekommunikation, Umweltdienstleistungen, Maschinenbau, Informatik und Seeverkehr.
  • Verbindliche Verpflichtungen in Bezug auf Handel und nachhaltige Entwicklung, einschließlich strenger Anforderungen an den Umweltschutz.

Die EU hat mit Singapur auch ein Investitionsschutzabkommen abgeschlossen. Dieses kann jedoch erst in Kraft treten, wenn es von allen EU-Mitgliedstaaten nach ihren eigenen nationalen Verfahren ratifiziert wurde, da dieser Teil die nationalen Zuständigkeiten berührt.