Bekanntermaßen wurde die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) für Unternehmen, denen ein zollrechtlicher Zahlungsaufschub bewilligt ist, abweichend von den zollrechtlichen Vorschriften auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben.

Der Fälligkeitszeitpunkt aufgeschobener Einfuhrumsatzsteuer ist im letzten Wartungsfenster von ATLAS angepasst worden.

In der aktuellen ATLAS-Teilnehmerinformation 0097/20 vom 03.12.2020 wird darauf hingewiesen, dass durch einen Softwarefehler in der ATLAS-Anwendung Zollbehandlung ab 01.12.2020 die Fälligkeit der EUSt bei Zahlungsaufschub nicht in allen Fällen korrekt auf dem Einfuhrabgabenbescheid ausgegeben wird. Die Behebung des Fehlers soll bereits erfolgt sein.

Bescheide, die Ihnen bereits mit unzutreffender Aufschubfrist für die EUSt zugegangen sind, sind zwar rechtswidrig, jedoch trotzdem gültig.

Seitens der Zollverwaltung wird sichergestellt, dass der Einzug der aufgeschobenen EUSt durch die Bundeskasse Trier zutreffend gemäß §21 Abs.3a UStG erfolgt.

Aus diesem Grund kann von der Einlegung eines Einspruchs gegen die betroffenen Bescheide abgesehen werden.