Der Interministerielle Ausschuss (IMA) legte in seiner Sitzung im August einen Fokus auf Subsahara-Afrika. Dazu zählte auch ein Austausch über die verschiedenen Angebote und Initiativen der Bundesregierung in der Außenwirtschaftsförderung zur Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Afrika.

Im Jahr 2022 betrugen deutsche Exporte nach Subsahara-Afrika 15 Mrd. Euro. Der Schwerpunkt lag auf Südafrika, mit großem Abstand gefolgt von den westafrikanischen Ländern Nigeria und Liberia.

Steigendes Interesse an Hermesdeckungen
In Subsahara-Afrika bewegen sich deutsche Exporteure in einer heterogenen Region aus 49 Märkten und in einem Spannungsfeld aus kleinen dynamischen Märkten sowie den etablierten großen Märkten Südafrika und Nigeria. Exporteure sichern ihre Geschäfte nach Subsahara verstärkt mit Exportkreditgarantien ab. Das Deckungsvolumen steigt kontinuierlich. 2022 hat der Bund Exportkreditgarantien für Lieferungen und Leistungen nach Subsahara-Afrika in Höhe von 1,3 Mrd. Euro übernommen. Unter den Top-5-Ländern rangierte Ghana auf Platz 1, gefolgt von Südafrika und Angola. In der ersten Jahreshälfte 2023 ist eine Steigerung des Deckungsvolumens vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien zu beobachten. Der Schwerpunkt liegt insgesamt auf Einzeldeckungen in den Sektoren Transport und Infrastruktur für Projekte der Strom- und Wasserversorgung.

Gerade mit Blick auf den Klimawandel liegt großes Potenzial im Bereich der Erzeugung erneuerbarer Energien. Die Bundesregierung unterstützt bereits zahlreiche afrikanische Partnerländer – beispielsweise durch die Exportinitiative Energie oder die Internationale Klimaschutzinitiative. Auch mit Exportkreditgarantien können diese Initiativen durch Lieferungen von Ausrüstungen, Projektfinanzierungen oder Garantien für Ungebundene Finanzkredite flankiert werden.

Quelle:
EKG-Report Nr. 344 vom 13.09.2023