Seit der Kündigung des deutsch-indischen Investitionsförderungs- und -schutzvertrags (IFV) zum 03.06.17 durch Indien hat der Bund keine Garantien für Investitionen deutscher Unternehmen in Indien mehr übernommen.

Angesichts der Bedeutung des indischen Marktes für deutsche Unternehmen hat sich der Bund nach intensiver Risikoanalyse nun bereiterklärt, die Prüfung von Anträgen auf Garantien für deutsche Investitionen in Indien wieder aufzunehmen und über solche Anträge nunmehr auf Basis der innerstaatlichen Rechtsordnung Indiens zu entscheiden.

Um dem im Vergleich zu einem IFV dabei erhöhten Rechtsschutzrisiko Rechnung zu tragen, hat der Bund für die Garantieübernahme auf Basis der innerstaatlichen Rechtsordnung Indiens ein erhöhtes Garantieentgelt von 0,6 % sowie eine erhöhe Selbstbeteiligung für den Enteignungsfall von 10 % festgesetzt.

 

Quelle:

DIA-Report Nr. 14 (Januar 2019)

Investitionsgarantien der Bundesrepublik Deutschland

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