Der Außenhandel hat in den ersten Monaten des Jahres leicht an Dynamik verloren.

Vor allem die Diskussionen um Zölle und Handelsbarrieren haben die deutsche Exportwirtschaft verunsichert.

Die Entwicklung auf den internationalen Märkten dürfte eine der Ursachen dafür sein, dass die Nachfrage nach Exportkreditgarantien des Bundes im 1. Halbjahr deutlich anstieg.

Zum 30.06.18 lag das Antragsvolumen bei 18,6 Mrd. Euro und damit um mehr als 50 % über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Zum Geschäftsverlauf:

Im ersten Halbjahr 2018 hat die Bundesregierung Exportkreditgarantien in Höhe von 8,1 Mrd. Euro übernommen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies ein Anstieg um 6 %. Der überwiegende Teil der gedeckten Lieferungen und Leistungen ging in Schwellen- und Entwicklungsländer.

Das höchste Deckungsvolumen entfiel auf die Vereinigten Staaten. Ausschlaggebend hierfür ist die Absicherung eines Großgeschäfts im Bereich Transport und Infrastruktur. Die Türkei, Russland, China, Brasilien und Ägypten, traditionell bedeutende Märkte für hermesgeckte Exportgeschäfte, belegten im Ländervergleich die weiteren Plätze.

Die Entschädigungszahlungen beliefen sich in den ersten sechs Monaten auf 150 Mio. Euro. Dabei handelte es sich nahezu ausschließlich um wirtschaftlich bedingte Entschädigungsleistungen. Das Ergebnis für den Bundeshaushalt liegt nach sechs Monaten mit 249,5 Mio. Euro über dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (1. HJ. 2017: 92,7 Mio. Euro).

 

Quelle:

Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland

AGA-Report Nr. 287 / Juli 2018

 

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