Die Europäische Kommission hat beschlossen, die Handelspräferenzen für Kambodscha im Rahmen der “Everything-but-arms”-Regelung (EBA) aufgrund systematischer Menschenrechtsverletzungen teilweise zurückzuziehen.
Nachdem die Einspruchsfrist des Europäischen Parlaments und des Rates am 12.04.2020 abgelaufen war, wurde die delegierte Verordnung am 22.04.2020 im Amtsblatt der Europäischen Union (Nr. L127/1) veröffentlicht:

Verordnung (EU) 2020/550 der Kommission vom 12.02.2020 zur Änderung der Anhänge II und IV der Verordnung (EU) Nr. 978/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der vorübergehenden Rücknahme der Regelungen nach Artikel 1 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 978/2012 in Bezug auf bestimmte Waren mit Ursprung im Königreich Kambodscha: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32020R0550&from=DE

Auf Seite 12 (Artikel 1, Absatz 2, Spalte C) der delegierten Verordnung finden Sie alle Waren / Zollcodes (HS-Codes), die von der vorübergehenden teilweisen Aufhebung der Handelspräferenzen betroffen sind. Diese Waren unterliegen ab dem Tag der Antragstellung dem regulären Drittlandseinfuhrzoll. Gemäss Artikel 3 wird die delegierte Verordnung ab 12.08.2020 gelten.

Bitte beachten Sie die Versandklausel in Artikel 2 der delegierten Verordnung, die es ermöglichen soll, “Produkte, die bereits auf dem Weg in die Union sind” am 12.08.2020 noch unter den gegenwärtigen Handelspräferenzen einzuführen:

“Die vorübergehende Rücknahme gemäß Artikel 1 Absätze 1 und 2 gilt nicht für Einfuhren von Waren, die sich am 12.08.2020 bereits auf dem Weg in die Union befinden, sofern der Bestimmungsort dieser Waren nicht geändert werden kann. In diesem Fall ist ein Nachweis in Form eines Frachtbriefs erforderlich.”